Schreibkrise: Wenn’s mal hakt…

Die Idee, Ihre Lebensgeschichte zu Papier zu bringen hat Sie begeistert. Hoch motiviert haben Sie sich voller Elan ans Werk gemacht. Das Sammeln und Schreiben ging zunächst gut von der Hand. Dann aber ging es nicht mehr so recht weiter… Jetzt sitzen Sie an Ihrem Schreibtisch, Ihre gesammelten Notizen liegen vor Ihnen, vielleicht haben Sie bereits erste Texte ausformuliert.

Vielleicht haben Sie das Gefühl, bereits alles gesagt zu haben. Und doch scheint es Ihnen, zu wenig zu sein. Oder Sie sehen sich einer Fülle an Notizen und Textfragmenten gegenüber und wissen (trotz meiner schönen Anleitungen) nicht, wo Sie anfangen sollen, um jemals Ordnung in Ihr Material zu bringen…? Oder um genügend Material zusammenzubringen?

Was tun?

1. Beruhigen: Keine Panik! Eine kleine Schreibkrise ist völlig normal.

Was Sie darüber hinaus tun, ist ein Stück weit immer auch eine Typfrage. Manchem hilft es, ganz dezidiert eine Pause einzulegen und die Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte bewusst für ein paar Wochen ruhen zu lassen. Anschließend kann es mit frischem Mut weitergehen. Oft hilft der gewonnene Abstand, das vorhandene Material gewissermaßen mit neuen Augen zu sehen. Das kann helfen zu erkennen, wo und wie es mit der Arbeit weitergehen soll.

Andere merken zwar, dass Sie gerade nicht weiterkommen, möchten die Arbeit aber ungern unterbrechen. Die Situation bzw. die Herangehendweise zu ändern, ist dennoch sinnvoll. Machen Sie weiter, aber machen Sie – wenigstens zeitweise – etwas anders. Wenn Sie bisher ausschließlich alleine an Ihrem Schreibtisch gearbeitet haben, gehen Sie raus, unterhalten Sie sich mit Menschen, erinnern Sie sich gemeinsam an Ereignisse aus Ihrem Leben. Oder machen Sie eine Reise, besuchen Orte, die in Ihrer Vergangenheit eine Rolle gespielt haben. Durch die Interaktion mit Menschen oder Orten, die Ihnen wichtig sind, wecken Sie neue alte Erinnerungen oder Sie stellen vielleicht fest, dass Sie die Schwerpunkte Ihrer Geschichte anders setzen möchten, als Sie es sich ursprünglich überlegt hatten.

Als dritte Möglichkeit, einer Schreibkrise zu begegenen, kann es hilfreich sein, einen Außenstehenden einzubeziehen. Der Blick von außen kann helfen, Strukturen zu entdecken und neue Ideen zu entwickeln. Wo man selbst zu sehr verstrickt ist, erkennt man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Außerdem kann ein „eingeweihter Außenstehender“ helfen, die Disziplin aufrecht zu erhalten, die für ein solches Projekt so wichtig ist. Schauen Sie sich einmal in Ihrem Bekanntenkreis um. Vielleicht gibt es ja jemanden, der für diese Art der Zusammenarbeit infrage kommt und Ihnen hilft, Ihre Schreibkrise zu überwinden.

Selbstverständlich freue ich mich auch, wenn Sie sich in diesem Fall an Die Biografiewerkstatt wenden. Auf dem Weg zu Ihrer Lebensgeschichte als Buch begleite ich Sie gerne. Wir können gemeinsam Ihr Material sichten und ggf. regelmäßige Arbeits-Termine vereinbaren. Oder Sie überlassen mir Ihr Material, damit ich Ihnen anschließend konkrete Schritte für Ihr weiteres Vorgehen vorschlage. Wenn Sie dies wünschen, kann ich Ihr Projekt gerne auch komplett übernehmen und in Ihrem Sinne – und in regelmäßiger Absprache mit Ihnen – zu einem erfolgreichen Ende führen.

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Einen Schwerpunkt werden Tipps & Tricks rund um die Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte oder Audio-Biografie bilden. Diese Beiträge sollen sobald sie vollständig vorliegen, eine Anleitung ergeben, die Sie von Anfang bis Ende durch die Arbeit an Ihrer Lebensgeschichte begleitet.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Arbeit und vor allem viel Spaß!
Hinweis:
Die aktuellsten Beiträge stehen jeweils oben. Wenn Sie der Anleitung chronologisch folgen wollen, sollten Sie sich also am besten von unten nach oben durcharbeiten...